8-1996: Ehepaar S.
Ehepaar S., Scheibenberg, litt unter Konzentrationsstörungen und Müdigkeit. Später kamen Schlaflosigkeit, Nervosität, Ohrgeräusche, Augenentzündungen, Herzschmerzen und Herzrhythmus-störungen hinzu. Auf einem Nachbarhaus in 12 m Entfernung waren Sender errichtet worden. Wegen einer 1997 diagnostizierten chronisch myeloischen Leukämie ist Herr S. regelmäßig in Behandlung.
Ein Arzt der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen, LUA, schrieb in einer Stellungnahme am 21.01.2005: „Von einer Erweiterung der Antennenanlage, die zu einer noch höheren Exposition in benachbarten Wohnbereichen führen wird, ist unter den herrschenden Bedingungen dringend abzuraten. Sollten sich die Beschwerden als therapieresistent erweisen und sollten sich keine Hinweise auf anderweitig plausible oder bekannte Ursachen finden, so wäre dies im Kontext mit der beschriebenen Expositionsabhängigkeit der Beschwerden als verstärktes Indiz für einen Zusammenhang zu werten.“
Gegen den Rat des Amtsarztes wurde die Antennenanlage erweitert. Die Eheleute haben daraufhin wegen einer Zunahme der Symptome ihr Haus verlassen.
In Scheibenberg sind in den letzten sieben Jahren im Umkreis des Senders 30 Menschen in der Pfarrstraße schwer erkrankt oder gestorben (Tumorerkrankungen, plötzliche Todesfälle).
Ab Mitte der 90iger Jahre wurden DECT-Telefone auf den Markt gebracht, ohne dass die erforderlichen wissenschaftlichen Nachweise für deren Sicherheit vorlagen. Die Nutzer wurden, meist ohne es zu wissen, einer Dauerexposition durch gepulste hochfrequente elektromagnetische Felder ausgesetzt.