6-1996: Herr J. G.
Herr J.G., geb. 1950, Landwirt, litt seit April 1996 zunehmend unter einer Vielzahl von Symptomen: Schlafstörungen, quälende Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Juckreiz, trockene Schleimhäute, trockene Augen, pelziges Gefühl in der linken Gesichtshälfte, Druck im linken Ohr sowie Ohrensausen, Hörverlust. Während eines Kuraufenthaltes Januar bis März 1998 war er beschwerdefrei. Später kamen Zahnfleischentzündung und Prostataentzündung hinzu. In seinem großen Obstgarten gingen Bäume zugrunde; die frisch Gepflanzten gediehen nicht, sondern bekamen braune Blätter, Risse im Stamm und gelbe Flechten.
Im Januar 1996 war in 150 m Entfernung von dem Einödhof der erste Mobilfunksender auf einem Mast (30 m Höhe) in Betrieb genommen worden. In der Folgezeit kamen 12 Sendeanlagen hinzu. Er wandte sich vergeblich mit der Bitte um Hilfe an das Landratsamt und an Ministerien.
Dr. med. A. Böttger, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, teilte am 15.07.97 mit: „Nach allen vorliegenden nachprüfbaren Erkenntnissen ist ein Zusammenhang zwischen den von Ihnen geschilderten Symptomen und Beschwerden und elektromagnetischen Feldern äußerst unwahrscheinlich. Ich bitte Sie deshalb, die von Ihnen geschilderten Symptome mit Ihrem Hausarzt zu besprechen und ggf. mit ihm einen Behandlungsplan abzustimmen.“
Über Jahre ist Herr G den HF-Emissionen ausgeliefert. Er ist erschöpft. Mit ärztlicher Begleitung bittet er am 26.07.06 den Umweltmediziner im Gesundheitsamt erneut um Hilfe. Vergeblich.