16-1999: Junge T. B.
Der Junge T.B., geb. 1989, litt ab Juni 1999 schlagartig unter Müdigkeit, schweren Kon-zentrationsstörungen mit massivem Leistungsabfall, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, depressiver Stimmung und Wachstumsstillstand. Sieben aufgesuchte Ärzte waren ratlos, weil sie keine organische Ursache für diese plötzliche Erkrankung des Kindes fanden und nicht helfen konnten. Die Brille des Jungen musste innerhalb kurzer Zeit mehrfach verstärkt werden. Ab Juli 1999 traten auch bei dem 13-jährigen Bruder, den Eltern und Nachbarn eine Vielzahl von Symptomen auf. Bei der Suche nach dem Grund der plötzlichen Erkrankung fiel erst im November 1999 der Verdacht auf den im Frühjahr 1999 auf einem Nachbarhaus errichteten Mobilfunksender. Sie zogen probeweise aus, um diesen Verdacht zu überprüfen. Viele Symptome verschwanden prompt.
Dr. F. Lauer, DeTeMobil und Dr. I. Gerstenschläger, besuchten die Familie am 30.06.2000 zu Hause. Dr. Lauer teilte mit, dass eine Abschaltung nicht in Frage komme, auch wenn der Standort am Fuß eines Hanges ungünstig gewählt sei. Die Grenzwerte seien eingehalten. Dr. F. Lauer wusste jedoch durch Gespräche im August 1995 mit Bürgermeister und Betroffenen von Wallerhausen, NRW, und dem zuständigen Gesundheitsamt von technischen Störungen und Gesundheitsproblemen bei Menschen und Tieren unterhalb der Grenzwerte durch einen Eurosignalsender. Dort hatte er eine vorzeitige Abschaltung veranlasst.
Die Physikerin Vlcek, BfS, hatte am 07.08.00 mitgeteilt: „Die von Ihnen am Telefon beschriebenen Beschwerden (Hyperaktivität des Sohnes, Kopfschmerze, Unwohlsein der ganzen Familie) sind sicher unangenehm, zeigen jedoch keinen direkten Zusammenhang mit Expositionen durch elektromagnetische Felder....In diesem Fall empfehle ich Ihnen, für Ihre massiven gesundheitlichen Beschwerden auch andere Ursachen in Betracht zu ziehen und gemeinsam mit einem Arzt Ihres Vertrauens das weitere Vorgehen zu beraten.“
Der behandelnde Kinderarzt kam jedoch am 01.03.01 zu folgendem Schluss in einer Stellungnahme: „...Jeder einzelne Befund wäre möglicherweise nicht beweisend für eine ursächliche Wirkung der gepulsten Hochfrequenzstrahlung. In der Gesamtschau lässt sich jedoch eine gesundheitsschädigende Wirkung der Hochfrequenzstrahlung, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, annehmen.“
In der Nachbarschaft sind seit 2000 auffällig viele Menschen erkrankt und gestorben.