12-1997: Frau S. S.
Frau S.S., geb.1958, gesund und leistungsfähig, wurde im September 1996 von Hamburg auf das Met. Observatorium Hohenpeißenberg versetzt. Die Substitution von Thyroxin, Calcium und Vitamin D war seit 1982 wegen einer Halsverletzung mit Entfernung von Schilddrüse und Nebenschilddrüse erforderlich und verlief problemlos. Ab 1997 litt sie unter häufigen Infekten, Entzündungen (NNH, Blase, Niere), Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Blutdruckentgleisung, Schwindel, Ohrensausen. Der tägliche Calcium-Bedarf stieg an. Im Jahr 1999 kam es zum ersten Zusammenbruch auf der Arbeitsstelle mit Blutdruckspitzen bis zu 230/130 mmHg und in der in der Folgezeit zu häufigen Fehlzeiten. Da die Symptome zu Hause rasch nachließen und sich der Calcium-Spiegel während Krankschreibungen normalisierte, entstand der ärztliche Verdacht, dass die Hochfrequenzimmissionen (Fernseh-, Rundfunk-, Radar- und Mobilfunksender, DECT-Telefone) am Arbeitsplatz ursächlich für das Absinken des Calcium-Spiegels verantwortlich waren. Von 2002 bis 2004 benötigte Frau S. häufig Calcium-Infusionen wegen lebensbedrohlicher Hypo-calcämie. Seit sie beim Verlassen des Hauses einen HF-Schutzanzug (Dez. 2004) trug, waren keine intravenösen Calcium-Gaben mehr erforderlich. Hiermit war der Verdacht mehrerer hinzugezogener Ärzte auf hochfrequenzbedingte Hypocalcämie bewiesen.
Ärztliches Attest vom 23.10.03: „Es ist zweifelsfrei belegt, dass Frau S. bei Aufenthalt in einem hochfrequenz-belasteten Umfeld (Mobilfunk, schnurlose Telefone, Rundfunk- und Fernsehsender) lebensbedrohliche tetanische Anfälle erleidet. Dies musste Frau S. auch immer wieder an ihrem Arbeitsplatz erfahren, welcher eine extreme Belastung aufweist. Im Vordergrund steht die Problematik des immer schwieriger einzustellenden und von ständigen Entgleisungen betroffenen Calzium-haushaltes für die in erster Linie jegliche Hochfrequenzexposition verantwortlich ist.“Ärztliches Attest vom 15.05.05: „In der Zwischenzeit hat Frau S. einen Strahlenanzug erhalten. Dies hat zu einer signifikanten Besserung der Situation geführt, sowohl den Calciumserum-Wert betreffend als auch die Gesamtbelastbarkeit.“
Der Sicherheitsbeauftragte am Arbeitsplatz legte sein Amt nieder, nachdem der Deutsche Wetterdienst seine Ratschläge zur Reduktion der Hochfrequenzimmissionen ignorierte.
Nach dem Einbau einer neuen Systemtechnik bei T-Mobile in Oberammergau im August 2006, die ein starkes Modulationssignal von 8,3 Hz zur Folge hatte, traten bei Frau S. erneut Symptome auch beim Aufenthalt innerhalb ihrer Wohnung auf. Ein Absinken des Calciumspiegels machte wiederholt intravenöse Calciumgaben durch Notarzt oder Sonntagsdienst notwendig. Seit Nov. 2006 muss Frau S. daher in einem Wohnwagen im Wald leben. Dort ist der Calcium-Spiegel stabil.